Christlich Demokratische Union Deutschlands | CDU Kreisverband Werra-Meissner
14.05.2010

Besuch bei B+F Umwelt GmbH in Weidenhausen

Abfallentsorgung im Kreis ist Thema der CDU-Kreistagsfraktion

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Kreistagsfraktion in Weidenhausen

Die CDU-Kreistagsfraktion beschäftigt sich zurzeit mit dem Thema "Abfallentsorgung und Wertstoffkreislauf im Werra-Meißner-Kreis". "Vor dem Hintergrund der demo-grafischen Entwicklung und auslaufender Entsorgungsverträge ist es wichtig, sich frühzeitig mit der künftigen Struktur der Abfallentsorgung im Kreis zu befassen", erläutert der umweltpolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Kreistag, Friedrich Arnoldt. Als Einstieg ins Thema besuchte die Fraktion die mechanische Restmüll-Aufbereitungsanlage der Firma B+F Umwelt GmbH in Meißner-Weidenhausen.

 

Seit Ende 2008 wird hier der Restmüll des Kreises zu wertvollem Ersatzbrennstoff aufgearbeitet und der thermischen Verwertung, unter anderem im Kraftwerk der SCA Packaging GmbH in Witzenhausen, zugeführt. Firmeninhaber Ralf Bohn erläuterte die Philosophie des Unternehmens: "Wertschöpfung, die in der Region bleibt, Recycling mit kurzen Anfahrtswegen zum Schutz der Umwelt sowie Schaffung und Erhalt von Arbeitsplätzen." Über 20 Arbeitsplätze seien bisher in Weidenhausen geschaffen worden. Weiteres wichtiges Anliegen sei gewesen, Haus- und Gewerbeabfälle für die Energiegewinnung in der Region Nordhessen zu nutzen. Betriebsleiter Matthias Kaponig führte die Abgeordneten anschließend durch die Anlage und erläutere die Betriebsabläufe.

"Wir sind sehr froh", so CDU-Kreistagsfraktionsvorsitzender Uwe Brückmann, "dass es gelungen ist, mit der Anlage der Firma B+F in Weidenhausen die ursprünglich in Rennerod im Westerwald vorgesehene Restmüllentsorgung durch eine wohnortnahe Lösung zu ersetzen. Wir erwarten nun, dass die erheblich kürzeren Transportwege auch zu einer Senkung der Abfallgebühren für die Bürger führt."

Die CDU-Abgeordneten informierten sich auch über die technischen Möglichkeiten und die Produktpalette des Unternehmens und erfuhren, dass auch Bioabfälle in das Konzept der Anlage passen und problemlos verarbeitet werden könnten. "Da spätestens im Jahr 2015 der Entsorgungsvertrag mit der Kompostier-Anlage im thüringischen Niederdorla aufläuft, ist dies eine von mehreren Alternativen zur teuren Kompostierung", meint Friedrich Arnoldt. Zu prüfen sei aber auch die Entsorgung in lokalen Biogas-Anlagen, die heute bereits mit kleineren Anlagen wirtschaftlich arbeiten. Da die Zeiträume für Genehmigungsverfahren solcher Anlagen aber lang seien, müsse rechtzeitig über Anschlusslösungen für Niederdorla nachgedacht werden.

Als logische Fortsetzung der Informationstour der CDU-Kreistagsfraktion rund um das Thema Abfallkreislauf werden die Christdemokraten im Juni das Kraftwerk der SCA in Witzenhausen besuchen, um zu sehen, wie der in Weidenhausen aufbereitete Ersatzbrennstoff zu Energie für den Betrieb der Papierfabrik wird.

 

 

 


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