23.01.2012 - Bund
Themengebiet: Ländlicher Raum
Heiderich: Zukunftsstrategie für unsere Region
„Unser ländlicher Raum muss auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleiben. Deshalb hat die christlich-liberale Bundesregierung jetzt eine ressortübergreifende Strategie für lebenswerte ländliche Räume beschlossen“, teilt der heimische Bundestagsabgeordnete Helmut Heiderich mit.
Das Leben finde in Deutschland überwiegend auf dem Land statt. 65 Prozent der Bevölkerung lebe außerhalb von Großstädten. Auch der überwiegende Teil der 3,5 Millionen Wirtschaftsbetriebe in Deutschland sei in der Fläche zu finden. Das gleiche gelte für Einrichtungen wie Schulen und Krankenhäuser, so der CDU-Politiker. „Vor diesem Hintergrund benennt der Fortschrittsbericht konkrete Ziele und Maßnahmen für die drei Handlungsfelder "Wirtschaft und Arbeit", "Daseinsvorsorge und ländliche Infrastrukturen" sowie "Umwelt und Natur", mit der die die Eigenverantwortung der Regionen gestärkt werden soll“, erläutert Heiderich.
Konkret gehe es beispielsweise um ein Modellvorhaben mit dem Namen "LandZukunft". Dabei werden Menschen mit Unternehmergeist bei innovativen Projekten begleitet, um die wirtschaftliche Entwicklung voranzubringen und Arbeitsplätze in strukturschwachen Regionen zu sichern. „So soll auf den demografischen Wandel, der dazu führt, dass einerseits die Bevölkerung abnimmt, andererseits immer mehr junge Menschen beruflich abwandern, reagiert werden. Laut einer Studie des Hessischen Wirtschaftsministeriums wird sich die Bevölkerung in unserem Landkreis von heute rund 104.00 Einwohner bis zum Jahr 2025 auf 88.000 reduzieren. „Diese Zahlen verdeutlichen wie wichtig dieses Thema ist“, so Heiderich.
Darüber hinaus gibt es einen Mikrokreditfonds für Kleinunternehmer und Existenzgründer im ländlichen Raum, über den kleine Kredite von bis zu 20.000 Euro vergeben werden. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist neben dem Ausbau der Breitbandnetze auch die medizinische Versorgung im ländlichen Raum. „Mit dem seit Januar gültigen „Landärztegesetz“ werden wir bestehende Versorgungslücken schließen, da es unserer Region für Mediziner attraktiver macht“, so der Bundestagsabgeordnete. Letztlich wird mit dem Modellvorhaben „Bioenergieregion“ beschrieben, wie die Energiewende auf regionaler Ebene umgesetzt werden kann.