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Ministerpräsident Bouffier zu Gast in Eschwege
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Schienenlärm deutlich reduzieren! Heiderich besucht „Lokale Agenda 21“ in Bad Sooden-Allendorf
20.02.2012 - Bund
Themengebiet: Umwelt, Verkehr
Schienenlärm deutlich reduzieren! Heiderich besucht „Lokale Agenda 21“ in Bad Sooden-Allendorf
„Bis 2020 werden Bundesregierung und Bahn AG dafür sorgen, dass der Lärm von der Schiene auf die Hälfte reduziert wird. Dazu sollen sowohl Schallschutzwände an der Strecke (rund 3400 km) wie insbesondere die “Flüsterbremsen“ an den Güterwaggons beitragen“, berichtete der heimische Bundestagsabgeordnete Helmut Heiderich beim Besuch in Bad Sooden-Allendorf.
 
Der CDU-Politiker war der Einladung der „Lokalen Agenda 21“-Arbeitsgruppe Bad Sooden-Allendorf mit Winfried Donow an der Spitze gefolgt, um sich vor Ort über die Lärmbelastung entlang der Eisenbahnstrecke zu informieren.
 
Bürgermeister Frank Hix und sein Agenda21-Beauftragter Helmut Franke berichteten von etwa 130 täglichen Zugdurchfahrten in der Zeit von 20:00 bis 6:00 Uhr. Insbesondere die Kliniken in der Nähe der Bahnstrecke seien von der Lärmentwicklung in der Nacht betroffen. In einem Gutachten seien dort Werte bis 97 dB gemessen worden.
 
Nach Informationen des Eisenbahn-Bundesamtes erfolgen auf dem Streckenabschnitt bei Bad Sooden-Allendorf jedoch weniger als 60.000 Zugbewegungen im Jahr. Eine Lärmschutzförderung durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung ist allerdings nur für Strecken mit höherem Verkehrsaufkommen vorgesehen. Deshalb sei es gut, dass die Hessische Landesregierung ebenfalls ein eigenes freiwilliges Programm zur Reduzierung des Schienenlärms aufgelegt habe, so der CDU-Abgeordnete.
 
„Um so wichtiger ist es nun, dass die Stadt die Voraussetzungen schafft, um in den Lärmaktionsplan der hessischen Landesregierung aufgenommen zu werden“, so Heiderich. Dafür müssten Wünsche und Probleme umgehend dem Regierungspräsidenten in Kassel zur Aufnahme in den „Lärmaktionsplan Hessen-Teilplan Schienenverkehr“ vorgetragen werden. Der Bundestagsabgeordnete bot dabei seine Unterstützung an.
 
In diesem Zusammengang verwies Heiderich darauf, dass die Koalition aus CDU/CSU und FDP in Berlin zusätzlich eine Initiative eingebracht habe, mit welcher der sogenannte ‚Schienenbonus‘ abgeschafft werden solle. Dieser erlaubt der Bahn bislang, lauter zu sein als der Straßenverkehr. Außerdem sollen im Güterverkehr künftig nach Lärmbelastung gestaffelte Trassennutzungsentgelte eine Entlastung für die Anwohner bringen. „Sie sehen, wir sind hier auf allen Ebenen aktiv, um die Lärmbelastung der Bürger deutlich zu senken“, betonte der Abgeordnete.
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