Plädoyers für ein starkes und sicheres Europa und ein aktives und erfolgreiches Wanfried

Bei einer Informationsveranstaltung in Wanfried-Aue zur Europa- und Bürgermeisterwahl warb Prof. Dr. Sven Simon für eine Europäische Union, die Wettbewerbsfähigkeit mit einem effektiven Klimaschutz kombiniert und die Sicherheit seiner Bürger nach innen und außen gewährleistet.
Mit seinem Auftritt im Dorfgemeinschaftshaus in Aue stimmte der hessische Spitzenkandidat der CDU für die Europawahl am vergangenen Samstag den hiesigen CDU Kreisverband auf den Wahlkampf ein.
In seiner Rede betonte Simon besonders die Notwendigkeit und die Vorteile des Binnenmarktes: „Wenn wir für jedes Produkt 28 verschiedene Standards hätten, wären die Entwicklungs- und Produktionskosten höher, der Absatzmarkt kleiner und das bedeutet für die Verbraucher weniger Auswahl und höhere Preise.“ Zugleich merkte der Professor für Völker- und Europarecht aus Marburg kritisch an, dass Vorschriften nicht die Zukunftsfähigkeit der EU behindern sollten und es manchmal auch zu Irrationalitäten gekommen sei, die man überprüfen und wenn nötig beseitigen müsse.
Neben den wirtschaftlichen Vorteilen für Deutschland sprach sich Simon auch für die EU als Garant für Wohlstand und Frieden aus. Eine sehr fundamentale Herausforderung für die bevorstehende Wahl sei, dass viele Menschen in Europa die Strahlkraft des größten Friedensprojekts der Nachkriegsgeschichte nicht mehr erkennen würden. Europa sei die Antwort auf die Fehler der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und zugleich die Antwort auf die großen Herausforderungen im 21. Jahrhundert. Es sei die Aufgabe der EU, die Anstrengungen beim Klimaschutz fortzuführen und sie mit dem wirtschaftlichen Wachstum zusammenzubringen. Im Bereich der Sicherheitspolitik hob der Spitzenkandidat die Verantwortung der EU für die Sicherung der Außengrenzen und bei der gemeinsamen Terrorismusbekämpfung hervor.
Nicht nur beim Klimaschutz, sondern auch bei der Frage nach einer Schuldenunion grenzte Simon schließlich die Positionen der CDU deutlich von der Konkurrenz ab. Er forderte eine Stabilitätsunion mit einem krisensicheren Euro und der Einhaltung der Stabilitätskriterien durch die Mitgliedsstaaten. Eine Vergemeinschaftung von Schulden erteile Simon eine klare Absage.

Bürgermeister Wilhelm Gebhard, der den Spitzenkandidaten der hessischen CDU zur Europawahl sehr herzlich in der östlichsten Kommune Hessens begrüßte, machte deutlich, wie wichtig Europa einerseits für den Frieden sei, er sich aber aus Brüssel und Straßburg zukünftig für den ländlichen Raum eine noch bessere Unterstützung wünsche. „Speziell bei der Strukturförderung und bei der landärztlichen Versorgung erwarte ich von Europa mehr“, gab Gebhard dem Kandidaten mit auf den Weg. „Die ländlichen Regionen müssen gegenüber den Ballungsräumen noch attraktiver werden; wenn das gelingt, muss in den Ballungsräumen weniger gebaut werden und in den ländlichen Regionen finden Leerstände eine Zukunftslösung.“ In seiner Rede, in der Gebhard auch sein Programm für die Bürgermeisterwahl vorstellte, schilderte er dem Gast aus Gießen die einstige Bedeutung Wanfrieds als Endhafen der Weser-Werra-Schifffahrt, die Lage der Stadt an der ehemaligen innerdeutschen Grenze und die heutige Lage im Herzen Deutschlands. „Spätestens nach dem beeindruckenden Besuch der Wasserburg Aue, bei welchem dem Gast vom Heimatverein Aue die imposante Geschichte der Burg und die Ausgrabungsfunde vorgestellt wurden, wird Prof. Simon Wanfried und den Stadtteil Aue in guter Erinnerung behalten“, ist sich Gebhard sicher. Der Vorsitzende des CDU-Stadtverbandes Wanfried, Thomas Bachmann, bedankte sich bei dem Gast dafür, dass er allen Besuchern Europa ein großes Stück nähergebracht habe und überreichte zum Dank eine Flasche Brombeerwein.

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag