CDU Kreistagsfraktion zu Besuch im Gefahrenabwehrzentrum

Wenn es nach dem Wunsch der CDU Kreistagsfraktion gehen würde, soll es ein Pilotprojekt „Feuerwehr als Wahlfach oder AG“ an einer Berufsschule sowie an einer allgemein bildenden Schule im Werra-Meißner-Kreis geben, so der Vorsitzende der CDU Kreistagsfraktion Uwe Brückmann (Hessisch Lichtenau). Mit einem Antrag für die Sitzung des Kreistages im September 2019 soll die Kreisverwaltung beauftragt werden, Gespräche mit den Schulen, dem Kreisbrandinspektor und dem Kreisfeuerwehrverband zu führen, mit dem Ziel ein Pilotprojekt auf den Weg zu bringen.

Die freiwilligen Feuerwehren haben seit einigen Jahren mit Mitgliederschwund und Schwierigkeiten bei der Nachwuchsgewinnung zu kämpfen. Um dem entgegen zu wirken, könnte der Werra-Meißner-Kreis je ein Pilotprojekt „Feuerwehr als Wahlfach oder AG“ an einer Berufsschule sowie an einer allgemein bildenden Schule im Werra-Meißner-Kreis einrichten. Damit sollen den Schülern die Aufgaben der Feuerwehr nähergebracht werden.
Bei dem Wahlfach oder der AG handelt es sich um eine feuerwehrtechnische Grundausbildung organisiert als praxisorientierter Unterricht mit anschließender theoretischer und praktischer Prüfung. Die teilnehmenden Schüler werden zu „richtigen“ Truppfrauen und Truppmännern ausgebildet. In insgesamt 70 Stunden werden unter anderem Fahrzeug- und Gerätekunde, rechtliche Grundlagen sowie Wissenswertes rund um das Löschen und Retten inklusive vorbeugendem Brandschutz vermittelt. Praktisch geübt werden unter anderem das Funken und Löschen sowie lebensrettende Sofortmaßnahmen. Die Erste-Hilfe-Ausbildung können die Jugendlichen gleich für den Führerschein nutzen. Feuerwehr als Wahlfach oder AG in der Schule ist die Heranführung an eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung. Es ist ein Beitrag, das Ehrenamt zu fördern und zu stärken sowie eine konkrete Werbung um den Nachwuchs, so Brückmann weiter.
Neben der Jugendfeuerwehr kann die „Feuerwehrklasse“ eine weitere Säule der Nachwuchsgewinnung werden. Die Erfahrungen mit entsprechenden Pilotprojekten zum Beispiel in Süddeutschland zeigen, dass im Anschluss an einen solchen Kurs einige junge Menschen in die Freiwillige Feuerwehr eintreten.

Daneben wurde über die Hilfeleistungen bei Wetterereignissen, die Brandschutzförderrichtlinie des Landes Hessen, die Anerkennungskultur gegenüber dem Ehrenamt, aber auch die Übergriffe auf Rettungskräfte beim Gespräch der CDU Kreistagsfraktion mit dem Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes Werra-Meißner Herrn Hans-Heinz Staude und dem stellv. Kreisbrandinspektor Andreas Vedder erörtert.

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