• Verbesserungen für den Tierschutz sind langfristig nötig
  • Haltung im Kastenstand wird künftig drastisch reduziert
  • Anpassungen müssen praktikabel und umsetzbar sein

Anlässlich der aktuellen Diskussionen um die Schweinehaltung im Kastenstand erklärte die agrarpolitische Sprecherin der hessischen CDU-Landtagsfraktion, Lena Arnoldt:

„Es ist klar, dass wir in Deutschland die Sauenhaltung weitgehend auf Gruppenhaltungen umstellen und die Nutzung von Kastenständen drastisch reduzieren werden. Es ist auch richtig, dass wir solche Anpassungen vornehmen – denn die Bürger erwarten von heimischen Produkten zu recht eine besonders tierschutzgerechte Haltung.

Bund und Länder sind noch immer in Gesprächen um die genaue Umsetzung der neuen Regeln, die sich aus einem Verwaltungsgerichtsurteil ergeben. Es ist dringlich an der Zeit, dass man zu einer Einigung kommt, die dem Tierschutz nützt, aber angemessene und praktisch umsetzbare Regeln und Übergangsfristen beinhaltet.

Es ist aber niemandem geholfen, wenn wir Rahmenbedingungen setzen, die die Tierhalter im Wettbewerb einfach nicht erfüllen können. Landwirtschaft und Tierhaltung müssen wirtschaftlich bleiben – sonst werden sie aus Deutschland verschwinden und in Länder verlagert, in denen die Standards nicht so hoch sind, wie bei uns. Niemand kann ernsthaft glauben, dass es dem Tierschutz nützt, wenn wir unser Schweinefleisch künftig aus Osteuropa importieren.

Die Corona-Krise zeigt uns gerade sehr deutlich, welchen hohen Wert unsere bäuerliche Landwirtschaft hat. Durch regionale Produktion und die tolle Arbeit unserer Landwirte stellen wir sicher, dass wir auch in Krisenzeiten eine gute Versorgungssituation mit tollen heimischen Produkten haben. Wir müssen aufpassen, dass wir das nicht aufs Spiel setzen, indem wir gerade bäuerliche Tierhaltung bei uns unmöglich machen.

Die Tierhalter sind bereit zu Anpassungen und weiteren Verbesserungen der hohen Standards, auch wenn sie dafür nochmal in ihre Ställe investieren müssen. Was sie aber zu Recht einfordern, ist Planungs- und Investitionssicherheit für umsetzbare und finanzierbare Maßnahmen. Im Bundesrat liegt ein vernünftiger Kompromissvorschlag auf dem Tisch. Es wird Zeit, hier Klarheit und Rechtssicherheit zu schaffen.“

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Ansprechpartnerin

Lena Arnoldt

MdL

Stellvertretende Fraktionsvorsitzende.
Sprecherin im Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

+49 5651 71540
l.arnoldt@ltg.hessen.de